Hilfe in Libyen unter Beschuss
Die Austeilung, der mit dem Hilfsschiff unserer Stiftung nach Libyen entsendeten Hilfsgüter an das einheimische Volk, hat begonnen. In Misurata, wo die Gefechte am intensivsten und gewalttätigsten sind, teilen unsere Helfer Hilfsgüter unter Beschuss aus. Neun Container Hilfsgüter werden auch in Bengasi und Beyda verteilt.
Das von der IHH am 12. April 2011 vom Istanbuler Zeyport Hafen entsendete Hilfsschiff, hat das lybische Misurata, wo Auseinandersetzungen kein Ende nehmen, erreicht.
Die mit dem Frachtschiff ‚ Irmak‘ entsendeten 682 Tonnen Hilfsgüter, bestehend aus einem mobilen Krankenhaus mit 50 Bett Kapazität, Medikamenten und medizinischen Artikeln, Milchpulver, Windeln, Kindernahrung und diversen Nahrungsmitteln, wurden in die Lagerhallen am Hafen von Misurata ausgeladen. Die humanitären Hilfsgüter wurden in LKWs beladen und in Regionen, wo Bedarf besteht, ausgeteilt.
Die Hilfsgüter, dessen Gesamthöhe sich auf 5.3 Millionen TL belaufen, sollen in Kürze an bedürftige Menschen verteilt werden.
In der Zwischenzeit hat auch die Austeilung der nach Bengasi und Beyda entsendeten neun Container Hilfsgüter an Bedürftige begonnen.
Vizepräsident der IHH, Yaşar Kutluay sagte über das Thema folgendes aus: „Misurata ist die drittgrößte Stadt Libyens und wird als die Stadt mit den größten Gefechten betrachtet. Zivilisten, die hier zwischen zwei Feuer stehen, kämpfen ums Überleben. Besonders im Bereich der Medikamente und der medizinischen Artikel herrschen große Schwierigkeiten. Unter Berücksichtigung der medizinischen Berichte von Ärzten der Region haben wir medizinische Materialien vorbereitet. Wir haben das erste Schiff nach Libyen, von Istanbul aus, entsendet.
Laut Kutluay sei dem lybischen Volk bislang eine Hilfe im Gesamtwert von acht Millionen TL zugutegekommen. Ferner berichtete Kutluay: “Wir, als die IHH haben zuvor Nothilfearbeiten in Bengasi und Beyda durchgeführt und ein Büro in Bengasi eröffnet. Auch haben wir vom Hafen in Izmir aus neun Container Hilfsgüter entsendet. 12 Verletzte aus Bengasi wurden nach Istanbul überführt. Ihre Behandlungen werden in verschiedenen Krankenhäusern in Istanbul fortgesetzt. Die Evakuierung von 80 Verletzten aus Bengasi haben wir mit der Fähre des Gesundheitsministeriums in Ankara organisiert. Nothilfe wurde auch für die türkischen und ausländischen Arbeiter an der lybisch-tunesischen Grenze geleistet, die gezwungen waren das Land zu verlassen. Wir haben denen, die finanzieller Hilfe bedurften, geholfen. Mit unserer 20 jährigen Erfahrung im Bereich der Kriege und Krisengebiete haben wir in Libyen sehr schnell gehandelt. Sowohl im Krisengebiet, als auch in der Türkei haben wir uns gut organisiert. Mit Hilfe unseres spendenwilligen Volkes, werden unsere Hilfsarbeiten auch in Zukunft fortgesetzt.

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