Autopsieberichte der Ermordeten veröffentlicht
Nach dem terroristischen israelischen Angriff auf die Flotte, welche mit dem Motto "Route: Palästina, Fracht: Humanitäre Hilfe" nach Gaza unterwegs war, gingen die Juristen des MAZLUMDER Istanbul einen juristischen Prozess ein und veröffentlichten in ihrer Niederlassung in Istanbul die Autopsieberichte der Ermordeten auf einer Pressekonferenz.
Zunächst teilte der Anwalt Cihat Gökdemir, der Vorsitzende des MAZUMDER Istanbul, mit, dass sie die strafrechtlichen Ermittlungen des türkischen Gerichtes in Bezug auf die betroffenen Passagiere und der Nahestehenden der Opfer verfolgen. Außerdem sagte er aus, dass die juristischen Ermittlungen die Klagen der türkischen Passagiere, das internationale Urteil auf die Anklage gegen die israelischen Verantwortlichen und die Mobilisierung der Arbeit eines internationalen Prozesses beinhalten.
Später kam die stellvertretende Vorsitzende des MAZLUMDER und Anwältin Gülden Sönmez zu Wort und sagte: "Im Rahmen der Ermittlungen nach dem Angriff wurden die ausländischen Aktivisten nach Ankunft in der Türkei verhört und gerichtsmedizinisch untersucht. Die später in ihre Länder zurückgekehrten Passagiere verfolgen in ihren Ländern die Prozesse. Es kommt in Frage, dass jeder Betroffene die israelischen Verantwortlichen anklagt. Zusammen mit auf internationaler Ebene tätigen Anwälten arbeiten wir daran, dieses Thema an den Internationalen Gerichtshof zu bringen. Damit der Internationale Gerichtshof seine Ermittlungen anfängt, werden nicht nur in den Ländern der Betroffenen, sondern auch in vielen anderen Staaten Untersuchungen geführt. Wir arbeiten daran das Fahndungskomitee der Vereinten Nationen schnellstmöglich zu mobilisieren.
Seit Beginn des Angriffes arbeitet Israel sorgfältig an der Verwischung der Spuren. Dies ist vor allem durch die Autopsieberichte deutlich erkennbar. Das legt die Notwendigkeit einer unabhängigen Kommission deutlich dar. Auf der anderen Seite laufen Vorbereitungen um viele internationale Mechanismen in Bezug auf diesen Angriff zu mobilisieren und die Akten werden diesen Vorrichtungen geliefert. Israel dagegen führt seine Angriffe auf unterschiedlichen Wegen gegen die zivilen Organisatoren, vor allem gegen die IHH, dieser Flotte. Aufgrund dessen gewinnen die Arbeiten der Juristen an Bedeutung."
Der Koordinator des Gerichtsverfahrens in der Türkei, Anwalt Selcuk Kar, berichtete, dass er mit den Arbeiten begonnen hat, sobald die Aktivisten in der Türkei ankamen. Es wurde auch sofort mit der Autopsie der Ermordeten angefangen und die Anwälte waren dabei. Weiterhin berichtete er, dass das Gepäck der Passagiere verwüstet ankam, elektronische Geräte wären dabei beschädigt, einige persönliche Gegenstände wären beschlagnahmt. Zuerst hätte die Bakirköy Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen, später übernahm die Istanbuler Oberstaatsanwaltschaft den Fall, sagte Kar. Seine Rede beendete der Anwalt Selcuk Kar mit den Sätzen:"Bisher wurden bis zu 70 Passagiere verhört. Wir vermuten, dass nachdem alle Aussagen gemacht und alle Beweise gesammelt werden, die Gerichtsverhandlungen beginnen können."
Die Information bezüglich der Autopsieberichte lieferte der Anwalt Yasin Divrak. Divrak merkte an, dass auch er an der Obduktion teilnahm und die Leichen gewaschen wurden, bevor sie in die Türkei kamen, so dass es offenbart wurde, dass Israel einige Dinge vertuschen will. Die gebrauchten Waffen seien automatisierte oder halbautomatisierte Waffen gewesen. "Israels Aussage: ,Sie griffen uns an, wir haben nur aus Notwehr geschossen' widerlegen die Autopsieberichte, weil fast alle Ermordeten von oben angeschossen wurden und dass die Kugel erst ihr Gehirn, dann ihre inneren Organe zerfetzt und aus der Bauchhöhle oder aus den Füßen wieder rauskamen.", so Divrak.




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